Mein Arbeitsgerät

Erfahrungsbericht: Liteville 301 MK14 Enduro Werksmaschine

Ich bin schon einige Mountainbikes gefahren, von Giant über Cube, von Simplon zu Trek und von Hardtail bis Fully. Aber eine Marke – ein Bike – wollte ich schon immer haben, welches ich aber Aufgrund der Vernunft immer aus dem Kopf gestrichen hatte.

Nachdem es mir aber keine Ruhe gelassen hat und ich immer wieder über das LITEVILLE 301 gestolpert bin, hat es mich dann im Winter 2017/2018 dann überkommen und hab mir besagtes in der Modellvariante MK14 – Enduro Werksmaschine gegönnt.

Es ist einfach das liebste Hobby, welches ich bis dahin schon seit über 10 Jahre betrieben habe. Es macht nach wie vor riesigen Spaß und da war es mir dann einfach Wert.

Und ich kann schon so viel sagen, ICH HABE ES NICHT BEREUT!!!!!          

Hometrail Liteville 301 MK14

Zum Bike:

Ich werde hier nicht jeden Punkt aufführen, da es hier genügend Infos im Netz zu finden gibt. Ich möchte allerdings auf die Punkte eingehen, die bei mir abweichen oder denen ich besonderes Augenmerk geschenkt habe.

Rahmengröße und Reifengröße:

XL oder XXL war die Frage, ebenso wie die Reifengröße 27,5“ oder 29“ – Ich habe mich mit meinen 1,93 Metern für den XL Rahmen und der Reifengröße 27,5“ entschieden, da ich diese einfach angenehmer und wendiger finde und es mir auf den engen Trails mehr Spaß bereitet.

Federweg:

Das Enduro hat an der Front und am Heck 160mm Federweg, was für meinen Fahrstil, meinem Gelände und Können mehr als ausreicht und es sind definitiv noch Reserven vorhanden. Bergauf habe ich zu den 140mm keinen Unterschied feststellen können, dafür sind bergab allerdings mehr Reserven vorhanden.

Schaltung:

Nachdem ich schon seit Jahren SRAM fahre (ich liebe das harte einrasten der Gänge), war klar, dass hier auch wieder eine dieses Herstellers verbaut sein muss. Nachdem mein letztes Bike noch vorne drei Kettenblätter hatte, war ich auf den Umstieg auf „ein“ Kettenblatt sehr skeptisch. Mit dem Ritzelrechner stundenlang Übersetzungsverhältnisse von vorne bis hinten durchgearbeitet um zu schauen was in Frage kommt. Es sollte von der Übersetzung der kleinste Gang vergleichbar sein mit der vorherigen Schaltung. Dies ist mir gelungen, allerdings habe ich dann im höchsten Gang ganz schöne Einbußen.

Mein Bikehändler hat mir dann immer wieder gut zugeredet und ich hab es dann Probegefahren um ein Gefühl dafür zu bekommen. In der Ebene geht’s jetzt halt etwas gemütlicher, ist aber meiner Meinung nach vollkommen in Ordnung. Die Eagle X01 ist es somit geworden mit einem 32er Kettenblatt.

Eine Umgewöhnung beim Schalten blieb interessanter Weise aus und den linken Schalthebel vermisse ich seither zu keiner Zeit.

Sattelstütze:

Ich fahre schon seit mehreren Jahren eine versenkbare Sattelstütze, aber das Konzept der Eightpins hat mir riesig gefallen. Das diese komplett im Sitzrohr eintaucht und somit einen extrem langen Hub hat, fand ich ebenfalls sehr ansprechend. Das einzige Manko was ich hier bisher festgestellt habe ist, dass sich die Fixierung/Feststellschraube über die Saison etwas lockert und die Stütze leicht verdrehen lässt. Dies lasse ich bei der jährlichen Wartung dann nachstellen. Ansonsten funktioniert sie einfach perfekt.

Griffe:

 Ich habe die Ergon GA2 montiert. Diese haben sich gut angefühlt, sind vom Durchmesser für meine Hände nicht zu dick und bieten ausreichend Grip.

Reifen:

Ich fahre die Schwalbe Magic Mary / Hans Dampf tubeless. Auch dies ist bei diesem Bike meine Prämiere und hatte in den Jahren noch keinen einzigen Platten. 1x unter der Saison wird die Dichtmilch nachgefüllt und mehr hab ich hier bisher zum Glück nicht machen müssen. Der Grip ist perfekt. Auf Asphalt schon zu viel, denn da bremst er schon sehr stark und man muss gut in die Pedale treten. Dafür ist er abseits von Straßen umso besser. Gefahren wird er bei mir mit ca. 2.0 bar bei etwa 95kg Kampfgewicht (inkl. Rucksack)

Pedale:

Ich bin nach einem Fahrtechnikkurs 2010 auf Flat-Pedals umgestiegen und fahre seitdem nur noch solche. Durch meine doch recht großen Füße fahre ich aktuell die NC-17 Gladiator XII. Diese haben eine recht große Auflagefläche und der Halt bergab ist einfach in Kombination mit meinen Fiveten’s perfekt und habe ein besseres Sicherheitsgefühl. Bergauf habe ich zuvor aus vermutlich mangelnder Muskulatur nicht durchgehend ziehen können, daher machte sich das dann auch nicht sonderlich bemerkbar.

Kettenführung:

Ist nicht verbaut und bis zum heutigen Tage ist mir noch kein einziges Mal die Kette runter gesprungen.

Eindruck/Fazit:

Für das ganze Bike kann ich sagen, es klettert bergauf seit dem ersten Tag an einfach nur perfekt. Diese Leichtigkeit hatte ich noch bei keinem Bike zuvor. An der Fitness kann es nicht gelegen habe, dann bevor ich auf das Liteville umgestiegen bin, war ich schon um einiges besser drauf.

Bergab ist es in schnelleren blockigem Gelände gefühlt etwas nervös, aber man spürt immer was es machen möchte und hat das Bike immer unter Kontrolle. Es macht einfach Spaß damit zu fahren, egal ob ich mal eine Runde in der Ebene drehe oder ob ich in den Alpen unterwegs bin. Es macht auf allen Arten von Wegen/Straßen Spaß, auch wenn es mich definitiv eher zu den Trails zieht, denn hier hat es sehr viel Potenzial. Hier ist bei mir aber bei Schwierigkeitslevel S2 Feierabend. Bei schwierigerem Gelände macht der Kopf einfach zu und umso Älter man wird, umso mehr überlegt man gefühlt.

Das war’s dann erstmal.

Euer Andy

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