Wie ich zum Laufen gefunden habe

Trailrunning Lainbachtrails

Eins kann ich euch vorab schon verraten, es war ein längerer Prozess, bis es wirklich Spaß gemacht hat!!!!

Vor ziemlich genau 10 Jahren hat mich meine Frau gefragt, ob ich nicht mit ihr Laufen gehen möchte. Lust hatte ich zwar damals nicht so viel, aber ich dachte mir, ich versuche es einfach mal. Warum denn nicht wieder mal was Neues probieren und Sie hat über mich das Biken entdeckt,  warum soll es anders nicht auch so sein.

Sie hat extra schon gesagt das wir kurze Strecken raus suchen und langsam beginnen. Ich war zwar vom Biken und Wandern recht fit, aber Joggen hat mich komplett überfordert. Die erste Runde hatte etwa 3,5 km und ich hab dabei geschnauft wie eine Dampflok. Spaß war auch was anderes, aber so 10x im Jahr hab ich es mir dann doch angetan.
Ich hab mich dann auf 7-8 km gesteigert, aber das war dann auch das höchste der Gefühle. Das gleiche Spiel dann immer zum Saisonbeginn im Frühjahr, wenn’s fürs biken noch zu kalt war,  aber die ersten Sonnenstrahlen einen doch rauslockten. 

2017 war dann das erste Mal, dass ich mehr gelaufen bin als gefahren und es waren auch die ersten 3 oder 4 Trailrunning Touren mit knapp 400 Höhenmetern dabei. Das hat mehr Spaß gemacht als sonst, aber durch den Wechsel auf ein neues Bike im Winter 2017/2018 war es das dann wieder mitm Laufen und die Schuhe wurden quasi an den Nagel gehängt.

Gipfelspurt Zwiesel

2019 dann den Job gewechselt, mehr gearbeitet als zuvor und etwas weniger gesportelt. Mit logischer Konsequenz ist das Gewicht dann auch wieder nach oben geschossen. Biken geht zwar auch mit mehr Gewicht, aber beim joggen war der Bauch dann gefühlt im Weg. Meine Arbeitskollegin meinte dann nur; „Na, klatscht’s jetzt beim Laufen?“ Der Satz hat mich dann irgendwie nicht mehr so richtig losgelassen.
Ende November hab ich mir dann gesagt das es so nicht weiter gehen kann. Ich hab mir dann das Ziel gesetzt, nach meinem Geburtstag im Januar 2020 wieder auf 93 – 94 kg runter zukommen. Gesagt getan. Alkohol wurde verbannt, Knabbereien wurden nicht mehr gekauft und das Sportpensum erhöht. Meine Frau hat auch mitgeholfen und ebenfalls nichts eingekauft, außer Kleinigkeiten für unseren Sohn, aber da leg ich mich mit ihm lieber nicht an 😅

Es wurden Kalorien gezählt und mit Spaziergängen begonnen. Dann kam ein Mix aus gehen und laufen dazu. Puuh. War das anstrengend. Aber auf die mixed Idee hat mich wieder meine Frau gebracht und das war erfolgreich. Die Kilos gingen langsam runter und die Kondition wurde besser.
Dann kamen die ersten Bike-Einheiten mit dazu. Ideal zu Beginn des Jahres ist da mein Hausberg, der mit ca. 800 Metern zwar nur 200 Höhenmeter Unterschied zu zu Hause hat, aber dafür variantenreich und perfekt für Intervall-Einheiten ist. Ebenfalls ist er schnell schneefrei, was aber letzten Winter eh nicht schwer war.

Nun hab ich mich an die ersten reinen Laufeinheiten gemacht und dies viel mir leichter als sonst. Vielleicht hat es dran gelegen das ich von der Ebene meine Touren in meinen Hausberg gelegt habe. Von 5 km über 7 km bis hin zu 15 km und mehr kann man hier alles kombinieren. Mal mit 100 hm bis hin zu 350 hm und es ist überwiegend im Wald. Es macht bei viel Sonnenschein das joggen angenehmer und es ist durch die ganzen Kurven und Hügel nie langweilig. Man muss immer konzentriert bleiben, denn auf loserem Untergrund kann man leichter umknicken oder stolpern. 

Ötzlifte

Dann begannen die Corona-Beschränkungen und man konnte nicht mehr großartig in die Berge o.ä. Da war ich dann echt froh das Sport im Freien und Alleine erlaubt war.
Da ich eh überwiegend Alleine unterwegs bin war das nicht die große Einschränkung und der nächste Vorteil war eben, dass meine Touren von der Haustüre möglich sind und ich dadurch mehr gefallen am Laufsport gefunden habe.
Ich wechselte meine Strecken von hügelig über ebenen, von kurzen bis hin zu längeren Runden. Da war ich dann richtig Stolz auf mich und es hat riesigen Spaß gemacht. Ich wurde immer leichter und hab mein Gewichtsziel im Mai erreicht und es sind seitdem sogar noch weitere 3 Kilos gepurzelt. 

Mühlecker Filz

Die Ausgangsbeschränkungen wurden gelockert und somit konnte ich mit der Familie Sport machen. Biken mit der Frau und kleine Touren auch mit dem Sohnemann. Nachdem ich mir immer gerne Ziele setze und 15km mit 350hm geklappt haben war die nächste große Herausforderung geboren. Laufen der Halbmarathon Distanz von 21,6 Kilometern, die Strecke allerdings vorerst in der Ebene und Idealerweise beginnend an der Haustüre.

Zum planen hab ich mich dann wie bei allen meiner Touren vorab an den PC gesetzt und in https://www.outdooractive.com/de/ die Strecke zusammengestellt und geklickt. Letzte Woche im Urlaub hab ich es dann angepackt und meinen Halbmarathon gelaufen. Meine Frau als Begleitung via Bike hatte ich leider nicht dabei, aber geschafft hab ich es und mein Ziel ist erreicht. Das hätte ich mir zu Beginn des Jahres nie vorstellen können, dass ich eine solche Distanz überhaupt mal Laufen werde.

Es macht auf jeden Fall inzwischen richtig Spaß und es gibt somit wieder eine Sportart mehr die ich hoffentlich beibehalten werde. 

Ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen und konnte euch evtl.  auch etwas motivieren Neues zu versuchen. Ansonsten gibt es hier noch ein kurzes Video zum Lauf und wer die Strecke nachlaufen möchte, findet sie unter der Rubrik Touren.
https://www.youtube.com/watch?v=BT91Ywp0dnI&t=5s

Euer Andy

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.