Barfuß-Socken von Skinners

Erfahrungsbericht der Barfuß-Socken Skinners 2.0

Ich bin ja wirklich lange am überlegen gewesen ob ich es mit den Laufsocken von Skinners versuchen soll. Ich war mir einfach unschlüssig zum einen wegen der Haltbarkeit und zum anderen wegen der Wärme in den Socken und was ist wenn sie nass werden.
Aber nach meinem Barfuß-Coaching bei Jenjoyance und ihren Erfahrungen damit hab ich mich dann kurz darauf doch dazu entschieden mir welche zu kaufen.

Die Qual der Wahl

Bei den Skinners hab ich mich für die 2.0er Variante entschieden, da diese eine breitere Zehenbox aufweist. Die Socken gibt es in vielen verschiedenen Farben, so dass für jeden denke ich was dabei sein dürfte. Ich selbst habe mich für die Farbe Moss entschieden. So kann ich meine Füße im Wald etwas tarnen. Ok. Scherz beiseite.

Die Socken kommen in einer Verpackung, in der noch ein Beutel mit dabei ist, in denen man die Skinners 2.0 aufbewahren kann. Das kann gerade wenn man auf Tour ist und man ggf. die Socken im Rucksack verstauen möchte ganz praktisch sein, da dann nicht der Waldboden oder Schmutz sich in diesem verteilt.

Die Verarbeitung schaut fürs erste gut aus und zwischen der Stretch-Oberfläche und der Polymere-Sohle ist alles gut „vernäht“ und sind keine Lücken vorhanden. Bei den Skinners 2.0 ist noch eine 2mm dünne Einlegesohle dabei, die für einen besseren Feuchtigkeitstransport dient. Hier kann man je nach Gefühl auch variieren und zum Beispiel je nach Bodenbeschaffenheit die Einlegsohle rausnehmen oder wieder einlegen. Auch wenn das einlegen finde ich etwas fummelig ist.

Bestellt habe ich die Größe nach der Tabellenvorgabe und nach ausmessen der Füße. Ich hab für meine 30cm die Größe XXL genommen und sie passen perfekt.

Jetzt geht’s ans Eingemachte

Die Laufsocken fühlen sich angenehm an und schon ging es los und bin meine erste Tour mit knapp acht Kilometern spaziert. Eigentlich gehe ich diese Runde auch komplett barfüßig, aber ich wollt natürlich den Unterschied zu den Socken spüren. Auf der einen Seite war es fast schon langweilig da so wenig vom Boden spürbar ist, aber auf der anderen Seite gibt das viel Spielraum für anderes. Also spazieren auf glattem und groben Asphalt mit vereinzelten Kieselsteinchen wurde schonmal mit Bravour bestanden.

Beim nächsten Test ging es laufend auf eine meiner Hausrunden aus 70% Asphalt und 30% Kiesweg. Auch dies ging erstaunlicherweise sehr gut. Insgesamt fühlt es sich sehr angenehm an und nur wenn man mal einen vereinzelten größeren Stein sieht und genau auf diesen tritt wird es etwas unangenehm. Als nächstes war dann meine Hausbergrunde dran. Hier bin ich etwa 10 Kilometern in den Skinners 2.0 gelaufen und es sind etwa 50/50 Asphalt zu Forstweg.

Jetzt standen dann noch die härteren Themen auf dem Programm, Trailrunning in den Bergen. Hier sah es dann schon etwas anders aus. Alles was ich auf wurzeligen und weichen Böden gelaufen bin war absolut super. Sobald grobe Steine dazugekommen sind, da wurde es dann schon etwas hart und meine Füße hatten ganz schön zu kämpfen. Wenn ich das Tempo rausgenommen habe, war es definitiv besser, aber auf Dauer dann nicht sonderlich angenehm. Hier empfehle ich definitiv eine Alternative mit dabei zu haben, um im Fall des Falles hier auf Schuhe oder Sandalen wechseln zu können.

Was halte ich jetzt von den Skinners 2.0

Ich hab jetzt gut 80 Kilometer auf den Laufsocken von Skinners und ich finde sie absolut interessant und muss meine anfänglichen Bedenken revidieren. Sie fühlen sie am Fuß einfach super angenehm an und stören nicht. Es reibt nichts wie es teilweise in Schuhen vorkommt und es kommt zumindest bei mir kein Schmutz in die Socken. Da die Laufsocke schön am Knöchel abschließt kann hier eigentlich kein aufwirbelnder Dreck oder kleine Steinchen in diesen gelangen, was sehr schön ist.
Was bei mir schon ein Thema ist, ist die Belüftung. Aber auch wie in Schuhen, schwitze ich in den Skinners 2.0 beim spazieren sowie beim laufen. Es wird allerdings nie unangenehm und fühlt sich nicht an wie in nassen Socken wie man evtl. denken möchte. Zumindest hatte ich dieses Bild immer vor Augen. An sehr heißen Tagen sind mir dann Laufsandalen allerdings etwas lieber.

Auf nassem oder feuchtem Untergrund unterwegs zu sein ist ebenfalls kein Problem. Da die „Sohle“ ringsherum etwas nach oben gezogen ist kann keine Feuchtigkeit von unten eindringen. Beim durchqueren von Bächen ist es da schon anders. Hier wird man definitiv nass, aber die Skinners trocknen auch wieder einigermaßen schnell.

Bei matschigem Untergrund finde ich die Haftung am Boden nicht ganz optimal. Hier rutscht man doch etwas zu leicht umher und da muss man bei schnellen Passagen gerade bergab etwas vorsichtiger sein. Ansonsten sind sie wirklich bei jedem Untergrund gut einsetzbar und wenn einem nach mehr Gefühl vom Boden ist, dann nimmt man die Einlegesohle einfach heraus und verstaut dies zusammengerollt im Rucksack oder in der Weste. Ich hab die Einlegesohlen inzwischen gar nicht mehr in den Socken, da diese beim Laufen doch etwas verrutschen und für mich dadurch störend sind. Dazu kommt, dass die Außenseite der Einlegesohlen etwas ausreißt.
Die Außensohle ist für die jetzige Laufleistung in meinen Augen noch sehr gut intakt und insgesamt gibt es nichts auszusetzen an den Skinners 2.0.

Für mich sind die Skinners 2.0 eine klare Kaufempfehlung und gerade wenn man Barfuß nicht alle Wege gehen kann oder möchte sind diese super praktisch. Sie kann man schön klein zusammenrollen und platzsparend in einer Tasche, Rucksack oder Laufweste verstauen. Man kann sie ohne Probleme bei 30° in der Waschmaschine waschen und sie tragen sich sehr angenehm. Das einzige was ich mir wünschen würde ist, dass sie etwas luftiger wären und die Füße dadurch etwas besser gekühlt werden würden.

Ich hoffe, dass sie noch lange durchhalten und vielleicht komm ich ja dann auch dazu die Laufsocken bei kälteren Temperaturen oder Schnee noch zu testen.

Die Skinners 2.0 sind von mir selbst gekauft und bezahlt worden und sind mir für diesen Bericht nicht zur Verfügung gestellt worden. Meine Erfahrungen damit sind ehrlich und in keiner Weise beeinflusst worden.

Ich hoffe ich konnte euch die Laufsocken etwas näher bringen und vielleicht sieht man sich ja mal in Socken auf den Trails

Euer Andy

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