Trailrunde ohne Gipfelglück

Dieses Mal nehme ich euch auf eine fantastische Trailrunde mit, allerdings ohne Gipfelglück. Um beim Laufen glücklich zu sein, muss ich nicht zwingend einen Gipfel an Bord haben, alleine der Weg und das Laufen an sich haben ja schon ihren Reiz.

Ich starte direkt vom Ufer des Kochelsees und kann mich erst einmal gemütlich am Uferweg warmlaufen. Auf geschottertem Weg habe ich rechts neben mir den Kochelsee, welchen ich bei diesem sonnigen Tag komplett überblicken kann.

Rechts von mir liegt die schöne Ruhe der Natur und links von mir donnern die Motorräder und Autos vorbei. Aber zum Glück ist dies bald vorbei und ich tauche in den dichten Wald ein. Hier bin ich wieder in meiner Passion des Pathfinders unterwegs und es wird ein neuer Weg erkundet. Der Weg wird kurz nachdem ich in den Wald komme steiler und steiler und schlängelt sich den ersten Anstieg bergauf. Hier sind überall noch schöne Markierungen an den Bäumen und mit der GPS Navigation auf der Uhr komme ich ganz gut zu recht.

Kurze Zeit später steh ich aber da. Um mich herum viel Laub, welches die Sicht auf den Weg verschleiert. Überall kleine Bäumchen um mich herum, Felsen und keine Markierungen in Sicht. Plums. Einmal ausgerutscht und schon sitz ich auf dem Allerwertesten.
Naja. Kann vorkommen. Aufstehen, kurz abschütteln und weiter kanns gehen. 1-2 Minuten später kann ich den Weg wieder erkennen und so geht es eher langsam weiter, da der stellenweise feuchte Boden unter dem Laub doch recht rutschig ist.

Kurze darauf komme ich wieder auf bekanntere Wege und ich komme immer besser in den Tritt. In meinen Laufsocken schwebe ich schon fast über die Trails und an den Bächen vorbei bis es wieder in steileres Gelände geht, in dem ein schnelles Laufen nicht mehr möglich ist und ich dann ins Gehen übergehe. Vorbei geht es an der hohen Felswand des Kiensteins, welches mein Lieblingsabschnitt der Strecke ist. Gerade wenn hier das Licht der Sonne schön durch die Blätter und Äste der Bäume durchblitzt, ergibt sich hier eine richtig schöne Stimmung.

Über Stock und Steine keuche ich weiter über die Wurzelstufen empor und komme an eine Spitzkehre, in der ich einen schönen Blick über den Kochelsee erhasche, samt Blick zu Herzogstand und Heimgarten. Nachdem die bergauf Quälerei dann zu Ende geht, geht’s erst einmal auf einer Kiesstraße leicht bergab weiter, bis ich auf den nächsten Trail komme, der mich flott hüpfend nach unten bringt.

Auf etwa der halben Strecke bergab muss ich allerdings noch meinen kleinen Abzweig mitnehmen, um mein Genussbankerl mit Panoramaview zu erreichen. Abzweig hört sich vielleicht schlimm an, aber nein, es sind nur etwa 3m abseits vom Trail, aber etwas versteckt.

Nachdem ich hier ein wenig verweilt habe, denn es handelt sich bei meinen Läufen nicht um einen Wettkampf, sondern soll es auch um den Genuss gehen und das kann man hier definitiv erhalten, geht’s wieder weiter.

Wenn ich dann die Seele hab baumeln lassen geht es wieder ab auf den Pfad und ich verschwinde wieder im Wald. Auf den letzten Metern laufe ich dann freudestrahlend entlang des Baches zum Parkplatz und halte noch zur Erfrischung meine Beine in den See.

Seufz. Wieder ist ein schöner Lauf zu Ende, aber keine Frage, ich komme wieder.

Alle weiteren Infos zur Tour findet ihr hier, genauso wie den GPX-Track als Download.

Viel Spaß beim Nachlaufen.

Euer Andy

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